REISEN INS BLAUE

Die Cyanotypie ist eines der ältesten photographischen Verfahren überhaupt. Cyanotypien – oder auch Drucke in "Berliner Blau" – entstehen durch direkte Belichtung des Trägermaterials (bei mir Aquarellpapier) und sinde damit Direktabzüge, das heißt, sie haben immer die gleiche Größe wie das Negative und liegen auch direkt auf dem Papier auf. Das Papier wurde zuvor in einer Dunkelkammer mit einer lichtempfindlichen Emulsion bestrichen, die nur sehr langsam auf UV-Strahlung reagiert und die sich durch die Belichtung mit Sonnenlicht verfärbt. Dabei entstehen durch die besondere chemische Zusammensetzung – anders als bei der herkömmlichen Photographie - ausschließlich Blautöne.

Von 2012 bis 2014 reiste ich ohne Plan oder viel Geld nach Thailand, Indonesien, Alaska, Kanada, Indien, Großbritannien, Mexiko, Hawaii und Nepal - es waren im besten Sinne „Reisen ins Blaue“.    Die dort entstandenen, digitalen Fotografien habe ich in einem aufwendigen Prozess in analoge  Drucke umgesetzt. Dafür wählte ich das Verfahren des Blaudrucks, oder der Cyanotypie (von “cyan” = blau).